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Was ist Tatort Paderborn?

Tatort Paderborn ist eine Kunst·ausstellung.

Das Besondere an dieser Kunst·ausstellung ist der Ort.

Die Kunstwerke sind nämlich nicht in einem Museum.

Die Kunstwerke sind draußen.

Da wo alle Menschen die Kunstwerke sehen können.

Die Ausstellungen haben immer ein bestimmtes Thema.

Das Thema hat immer etwas mit der Stadt Paderborn zu tun.


 

Die erste Ausstellung war im Jahr 2007.

Ingrid Raschke-Stuwe hat die Ausstellung zusammen·gestellt.

Die Ausstellung hieß: Irdische Macht und Himmlische Mächte.

Die Kunstwerke hatten etwas zu tun mit der Macht in Paderborn:

Mit der Macht von der Regierung und mit der Macht von der Kirche.

Die Spuren von der Macht kann man nämlich in der Stadt sehen.


 

Die zweite Ausstellung war im Jahr 2014.

Florian Matzner hat die Ausstellung zusammen·gestellt.

Die Ausstellung hieß: Phänomen Fußgänger·zone.

Die Kunstwerke hatten etwas mit der Fußgänger·zone in der Stadt Paderborn zu tun.

Eine Fußgänger·zone ist nämlich ein besonderer Ort.

Warum ist das so?

Das erklären wir später,


 

Die dritte Ausstellung war im Jahr 2025.

Marijke Lukowicz und Sophia Trollmann haben die Ausstellung zusammen·gestellt.

Die Ausstellung hieß: Der Fluss bin ich.

Die Kunstwerke hatten etwas mit dem Fluss Pader zu tun.

Der Fluss Pader ist nämlich ein besonderer Fluss.

Warum ist das so?

Das erklären wir später.

Erste Ausstellung: Irdische Macht und Himmlische Mächte

Die erste Ausstellung hieß: Irdische Macht und Himmlische Mächte.

Die Ausstellung war im Jahr 2007.

Ingrid Raschke-Stuwe hat die Ausstellung zusammen·gestellt.

Diese Künstler:innen haben Kunstwerke ausgestellt:

  • Dagmar Demming
  • Horst Gläsker
  • Yvonne Goulbier
  • Ottmar Hörl
  • Henrik Plenge Jakobsen
  • Eva Maria Joeressen
  • Tadashi Kawamata
  • Joep van Lieshout
  • Johan Lorbeer
  • Tatzu Nishi
  • Robert Scheipner
  • Matthias Beckmann


 

Die Stadt Paderborn ist eine Bischofs·stadt.

Das heißt in Paderborn gibt es einen Bischof.

Ein Bischof ist ein wichtiger Mann in der Kirche.

Und in Paderborn gibt es schon sehr lange Bischöfe.

Bischöfe hatten früher sehr viel Macht und viel Geld.

Darum gibt es in Paderborn viele große Kirchen.

Zum Beispiel den Dom.

Aber auch die Bürger hatten Macht und Geld.

Das kann man zum Beispiel an dem großen Rathaus sehen.


 

Die Ausstellung will zeigen:

In Paderborn haben die Bischöfe und die mächtigen Bürger Spuren hinterlassen.

In Paderborn sieht man die kirchliche Macht und die Macht von der Regierung.

Künstler:innen haben für die Ausstellung 12 neue Kunstwerke geschaffen.

Die Kunstwerke zeigen die Spuren von kirchlicher Macht und von der Macht der Regierung.

Und die Kunstwerke stellen die Frage:

Was bedeuten die Spuren der Macht für die Menschen in Paderborn?


 

Zum Beispiel das Kunstwerk Glocke von Henrik Plenge Jakobsen.

Das Bild zeigt den Innenhof des Stadtmuseums mit einer großen, alten Kirchenglocke auf einem steinernen Sockel, die sich in den Fenstern des Stadtmuseums spiegelt.
Henrik Plenge Jakobsen | Die Glocke, 2007 © Hanna Neander

Die Glocke ist wie eine richtige Kirchen·glocke.

Sie ist aus Bronze und sie hat einen Klöppel im Inneren.

Sie könnte also richtig läuten.

Aber die Glocke ist nicht aufgehängt.

Sie steht auf einem Sockel.

Sie läutet also nicht.

Auf der Glocke ist ein Text.

Das haben viele Kirchen·glocken.

Oft steht ein Satz aus der Bibel darauf.

Auf dieser Glocke steht aber ein ganz anderer Text.

Auf dieser Glocke steht:

Gott ist tot! Gott bleibt tot!

Und wir haben ihn getötet!

Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder?

Das passt gar nicht zu einer Kirchen·glocke.

Und so haben viele Menschen über die Glocke diskutiert.

Heute steht die Glocke im Stadtmuseum von Paderborn.


 

Zu der Ausstellung gibt es ein Buch.

Die Stadt Paderborn hat das Buch im Jahr 2007 herausgegeben.

Das Buch heißt: Tatort Paderborn. Irdische Macht und Himmlische Mächte.

Das Buch ist auf deutsch und auf englisch

Zweite Ausstellung: Phänomen Fußgänger·zone

Die zweite Ausstellung hieß: Phänomen Fußgänger·zone.

Die Ausstellung war im Jahr 2014.

Florian Matzner hat die Ausstellung zusammen·gestellt.

Diese Künstler:innen haben Kunstwerke ausgestellt:

  • Markus Ambach
  • Benjamin Bergmann
  • Claudia Brieske
  • dilettantin produktionsbüro
  • Dorothee Golz
  • Christian Hasucha
  • Huang Yong Ping
  • M+M
  • Ooze Architects
  • Raum für Kunst
  • Verena Seibt und Clea Stracke
  • Silke Wagner


 

Vor mehr als 70 Jahren wurde die erste Fußgänger·zone eingeweiht.

In einer Fußgänger·zone gehen die Menschen einkaufen.

Es fahren keine Autos.

Die Menschen müssen also nicht auf die Autos achten.

Fußgänger·zonen sind auch Treff·punkte.

Die Menschen können in Straßen·cafés sitzen und miteinander sprechen.

Viele Fußgänger·zonen sind heute aber oft anders:

In vielen Städten sind Geschäfte in der Fußgänger·zone leer.

Viele Menschen kaufen lieber in großen Einkaufs·zentren ein.

Die Ausstellung fragt:

  • Sind Fußgänger·zonen noch wichtig?
  • Brauchen wir Fußgänger·zonen noch?
  • Oder müssen wir Fußgänger·zonen verändern?

Künstler:innen haben für die Ausstellung neue Kunstwerke geschaffen.

Die Kunstwerke zeigen:

So wichtig sind Treffen und Gespräche für die Menschen in einer Stadt.

Zum Beispiel das Kunstwerk Chairs to Share von Dorothee Golz.

Eine Reihe von Stühlen in verschiedenen Farben stehen vor einem alten Gebäude. Auf einigen der Stühle sitzen Personen, andere gehen vorüber.
Dorothee Golz | CHAIRS to SHARE © Roman Mensing

Auf deutsch heißt das Kunstwerk: Stühle zum Teilen.

Das Kunstwerk steht vor der Franziskaner·kirche.

Das Kunstwerk besteht aus 10 Stühlen.

Aber die Stühle sind besonders.

Denn jeder Stuhl besteht aus 2 halben Stühlen.

Und jeder halbe Stuhl hat eine andere Farbe.

Darum hat jeder Stuhl 2 Farben.

Menschen setzen sich auf die Stühle.

So sind sie Teil von dem Kunstwerk.

Vielleicht kommen andere Menschen dazu.

Und wieder andere stehen auf.

So ist das Kunstwerk in Bewegung - wie eine Fußgänger·zone.


 

Zu der Ausstellung gibt es ein Buch.

Florian Matzner und Christoph Gockel-Böhner haben das Buch im Jahr 2014 herausgegeben.

Das Buch heißt: Tatort Paderborn. Phänomen Fußgänger·zone

Das Buch ist im Kerber-Verlag erschienen.

Das Buch hat die Bestell·nummer 978-3-86678-952-4.

Das Buch ist auf deutsch und auf englisch.

Dritte Ausstellung: Der Fluss bin ich

Die dritte Ausstellung hieß: Der Fluss bin ich.

Die Ausstellung war im Jahr 2025.

Marijke Lukowicz und Sophia Trollmann haben die Ausstellung zusammen·gestellt.

Diese Künstler:innen haben Kunstwerke ausgestellt:

  • Daniela Brasil
  • Anushka Chkheidze
  • Jeppe Hein
  • Anne Duk Hee Jordan
  • Inga Krüger
  • Pallavi Paul
  • raumlaborberlin (Francesco Apuzzo) mit Zhenru Liang
  • Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer
  • Sophie Utikal
  • Manfred Webel


 

Der Fluss Pader ist ein besonderer Fluss.

Der Fluss Pader entsteht in der Stadt Paderborn aus etwa 200 Quellen.

Der Fluss fließt dann bei Schloss Neuhaus in den Fluss Lippe.

Das ist nach fast 5 Kilometern.

Der Fluss Pader ist also sehr kurz.

Er ist der kürzeste Fluss in Deutschland.

Und er fließt nur in der Stadt Paderborn.

Die Ausstellung fragt:

Warum ist der Fluss Pader wichtig für die Stadt Paderborn?
Ist der Fluss Pader so etwas wie ein Bürger von Paderborn?

Künstler:innen haben für die Ausstellung neue Kunstwerke geschaffen.


 

Zu der Ausstellung gibt es ein Buch.

Marijke Lukowicz, Sophia Trollmann und Christoph Gockel-Böhner haben das Buch im Jahr 2025 herausgegeben.

Das Buch heißt: Tatort Paderborn 2025. Der Fluss bin ich.

Das Buch ist im Kerber-Verlag erschienen.

Das Buch hat die Bestell·nummer 978-3-7356-1077-5.

Das Buch ist auf deutsch und auf englisch.

Die Kunstwerke von der Ausstellung: Der Fluss bin ich

Alle Kunstwerke sind für die Ausstellung im Jahr 2025 entstanden.

Daniela Brasil: Wenn die Pader regnet, tauche in die Wolken ein

Das Kunstwerk heißt: Wenn die Pader regnet, tauche in die Wolken ein.

Die Künstlerin Daniela Brasil hat das Kunstwerk geschaffen.

Schüler:innen von einer Schule in Paderborn haben mitgemacht.

Das Kunstwerk war in einem Raum im Kunst·museum im Marstall.

Auf dem Foto sehen Sie links ein großes Nest.

Das Bild zeigt einen Ausstellungsraum mit großen, kunsthandwerklichen Neststrukturen aus Weiden-Zweigen, sowie mit handschriftlichen Texten an der Wand auf Deutsch und Englisch.
Daniela Brasil | Wenn die Pader regnet, tauche in die Wolken ein, 2025 © Hanna Neander

An dem Fluss Pader stehen viele Weiden.

Weiden sind Bäume.

Aus den Ästen von diesen Weiden war das Nest gemacht.

In dem Weiden·nest konnten die Besucher:innen Geräusche hören.

Die Geräusche waren von dem Fluss Pader.

In dem Weiden·nest konnten die Besucher:innen auch Geschichten hören.

Die Geschichten hatten mit Wasser zu tun.

Die Geschichten haben die Schüler:innen erzählt.

Man hört die Stimmen von den Schüler:innen.


 

Die Besucher:innen konnten mitmachen.

Sie konnten Fund·stücke von dem Fluss Pader in die Ausstellung mitbringen.

So haben die Besucher:innen an dem Kunstwerk mitgearbeitet.

Nach der Ausstellung sind die Weiden von dem Nest wieder zurück an den Fluss Pader gebracht worden.

Das Kunstwerk fragt:

Wie gehören Menschen und der Fluss Pader zusammen?


 

Die Künstlerin Daniela Brasil wurde 1975 in Brasilien geboren.

Sie arbeitet in Graz in Österreich.

Anushka Chkheidze: See me

Das Kunstwerk heißt: See me.

Auf Deutsch heißt das: Seht mich.

Die Künstlerin Anushka Chkheidze hat das Kunstwerk geschaffen.


 

Das Kunstwerk bestand aus 2 Teilen.

Der erste Teil war im Keller von einem sehr alten Gebäude.

Das Gebäude war mitten in der Stadt Paderborn.

In der Nähe von der Quelle vom Fluss Pader.

Der zweite Teil war im Schloss·park von Schloss Neuhaus.


 

Zum ersten Teil von dem Kunstwerk:

Ein alter, gewölbter Kellerraum aus Stein ist in kühles blau-türkises Licht getaucht; in der Mitte steht eine einfache schwarze Bank vor einer Wand mit rissigen Strukturen. Über Kopf verlaufen sichtbare Rohre.
© Hanna Neander

Vor etwa 500 Jahren wurden Wasser·leitungen verlegt.

So wurde das Wasser von dem Fluss Pader in die Stadt·teile geleitet.

In dem sehr alten Gebäude war früher ein Kloster.

In dem Kloster hatten die Mönche im Keller sogar einen eigenen Brunnen.

Und in diesem Keller war der erste Teil von dem Kunstwerk.

Das Kunstwerk besteht aus Musik, Geräuschen und Klängen von dem Fluss Pader.


 

Zum zweiten Teil von dem Kunstwerk:

Der zweite Teil von dem Kunstwerk war im Rosen·garten vom Schloss·park.

Hier fließt der Fluss Pader in den Fluss Lippe.

Was hörten die Besucher:innen?

Die Geräusche rund um den Fluss Pader:

  • Musik aus dem Dom
  • Gesang von Vögeln
  • Wind


Das ganze Kunstwerk fragt:

  • Aus welchen Geräuschen und Klängen besteht der Fluss Pader?
  • Wie verändern sich die Geräusche und Klänge?
  • Was hörst du?


 

Die Künstlerin Anushka Chkheidze wurde 1997 in Georgien geboren.

Sie arbeitet in Utrecht in den Niederlanden.

Jeppe Hein: Did I miss something

Das Bild zeigt einen hohen Wasserstrahl, der aus einem See in den klaren blauen Himmel aufsteigt, umgeben von grünen Bäumen und Büschen am Ufer.
Jeppe Hein | Did I miss something, 2001 © Hanna Neander Courtesy of Jeppe Hein, KÖNIG GALERIE, Berlin; 303 GALLERY, New York and Galleri Nicolai Wallner, Copenhagen

Das Kunstwerk heißt: Did I miss something.

Auf Deutsch heißt das: Habe ich etwas verpasst.

Der Künstler Jeppe Hein hat das Kunstwerk geschaffen.


 

Das Kunstwerk war am Pader·see.

Am Pader·see stand eine Bank.

Wenn sich ein Mensch auf die Bank setzte,

dann kam ein Wasser·strahl aus dem Pader·see.

Wenn der Mensch von der Bank aufstand,

dann war der Wasser·strahl wieder weg.

Der Mensch dachte:

Ich habe das gemacht.

Ich habe meine Umwelt verändert.

Aber ich wusste das nicht.

Das Kunstwerk fragt:

Wie verändert der Mensch die Umwelt, ohne es vorher zu wissen?


 

Der Künstler Jeppe Hein wurde 1974 in Dänemark geboren.

Er arbeitet in Berlin.

Anne Duk Hee Jordan: A Human Reconciliation with Water

Das Kunstwerk heißt: A Human Reconciliation with Water.

Auf Deutsch heißt das: Eine menschliche Versöhnung mit Wasser.

Anne Duk Hee Jordan hat das Kunstwerk geschaffen.


 

Anne Duk Hee Jordan hat gemeinsam mit Fach·leuten und mit Schüler:innen Fragen gestellt:

  • Wer oder was ist der Fluss Pader?
  • Wo fängt der Fluss an und wo hört er auf?
  • Wie geht es dem Fluss Pader?
  • Wie sollen wir besser mit dem Fluss Pader umgehen?

Das Kunstwerk ist das Ergebnis von den Fragen.


 

Zum Beispiel:

Mikrofone haben unter Wasser die Geräusche vom Fluss Pader aufgenommen.

Daraus wurde ein Musik·stück.

Oder spezielle Fotos zeigen sehr kleine Tiere aus dem Fluss Pader.

Diese sehr kleinen Tiere kann man sonst gar nicht sehen.


 

Das Kunstwerk besteht aus 4 Teilen:

  • Film
  • Schall·platte
  • Plakate direkt am Fluss Pader.

Das sieht man auf dem Foto.

  • Vertrag
Das Bild zeigt eine Person, die an zwei großen Tafeln in einer grünen, bewaldeten Umgebung vorbeigeht; eine Tafel zeigt bunte, abstrakte Bilder und die andere enthält Text und Grafiken.
Anne Duk Hee Jordan | A Human Reconciliation with Water, 2025 © Hanna Neander

Das Kunstwerk fragt:

Welche Verantwortung muss der Mensch für den Fluss Pader übernehmen?


 

Anne Duk Hee Jordan wurde 1978 in Korea geboren.

Anne Duk Hee Jordan arbeitet in Berlin und Hamburg.

Inga Krüger: Permanent offene Hose

Das Kunstwerk heißt: Permanent offene Hose.

Permanent bedeutet: dauerhaft.

Die Künstlerin Inga Krüger hat das Kunstwerk geschaffen.

Das Kunstwerk war ein Vortrag.


 

Inga Krüger stand vor der Stadt·bibliothek und sprach über diesen Ort.

Die Stelle sieht man auf dem Foto.

Sie erzählte über den Fluss Pader.

Sie erzählte etwas über die Geschichte.

Sie erzählte, wie der Fluss genutzt wird.

Und sie erzählte, wie wichtig der Fluss ist.

Ihre Art zu erzählen ist ähnlich wie der Lauf von einem Fluss.

Sie lässt sich von einem Gedanken zu dem nächsten Gedanken treiben.

Es gibt keinen klaren Anfang und kein klares Ende.

 

Das Kunstwerk fragt:

Können wir einen Ort auch durch Erzählen kennen·lernen?


 

Die Künstlerin Inga Krüger wurde 1988 in Iserlohn geboren.

Sie arbeitet in Düsseldorf.

Pallavi Paul: The Memory of Water

Das Kunstwerk heißt: The Memory of Water.

Auf Deutsch heißt das: Erinnerung des Wassers.

Die Künstlerin Pallavi Paul hat das Kunstwerk geschaffen.


 

Das Kunstwerk bestand aus 4 Stationen.

An den 4 Stationen ging es um Menschen und einen Fluss.

Ein Beispiel ist die Station im Westfalen-Kolleg.

Diese Station sehen Sie auf dem Foto:

Im lichtdurchfluteten Raum des Westfalenkollegs stehen zahlreiche grüne Zimmerpflanzen, mittendrin ein Bildschirm mit einem Videostill von Pallavi Pauls Videoarbeit. Im Hintergrund befinden sich Tische und Stühle in einem offenen, modernen Innenbereich.
Pallavi Paul | The Memory of Water, 2025 © Hanna Neander

Auf einem Bildschirm sahen die Besucher:innen einen kurzen Film über den Fluss Yamuna in Indien.

Der Bildschirm stand zwischen vielen Pflanzen.

Neben dem Westfalen-Kolleg fließt der Fluss Pader.

Das Kunstwerk fragt:

  • Wie gehören Flüsse auf der ganzen Welt zusammen?
  • Wie wichtig sind Flüsse für unsere Kultur?


 

Die Künstlerin Pallavi Paul wurde 1988 in Indien geboren.

Sie arbeitet in Indien.

raumlaborberlin (Francesco Apuzzo) mit Zhenru Liang: Sedimente

Das Kunstwerk heißt: Sedimente.

Sediment heißt: Ablagerung.

Das Wasser von einem Fluss nimmt zum Beispiel Holz und Sand mit.

Holz und Sand lagern sich dann an einem anderen Ort ab.

So entsteht etwas Neues.


 

Das Kunstwerk bestand aus 4 Stationen.

Die Stationen lagen am Ufer von dem Fluss Pader.

Eine Station kann man noch sehen.

Die anderen 3 Stationen gibt es nicht mehr.

Pader
© Hanna Neander

An den 4 Stationen ging es um Ablagerungen.

Der Fluss Pader nimmt nämlich manchmal Sachen aus der Natur mit und lagert sie ab.

Am Ufer oder auch unten im Fluss.

Zum Beispiel Sand oder Erde oder Pflanzen.

Genau so war es mit den Kunstwerken:

Alte Steine und alte Metall Stäbe wurden abgelegt.

Die Steine waren aus alten Wegen an dem Fluss Pader.

Die Metall Stäbe waren früher ein Geländer an dem Fluss Pader.


 

Das Kunstwerk fragt:

  • Wo ist die Grenze zwischen Natur und zwischen dem, was die Menschen machen?
  • Was ist für uns Abfall?

Könnte das für andere kein Abfall sein?

  • Was sehen wir als Material, aus dem etwas Neues entstehen kann?


 

raum·labor·berlin ist eine Gruppe von Künstler:innen und Architekt:innen.

Der Architekt Francesco Apuzzo gehört zu der Gruppe.

Francesco Apuzzo wurde 1972 in Italien geboren.

Er arbeitet in Berlin.

Die Künstlerin Zhenru Liang wurde 1994 in China geboren.

Sie arbeitet in Berlin und in Italien

Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer: PONOR

Das Kunstwerk heißt: PONOR.

Ponor ist das Wort für ein Loch in der Erde, in das Wasser hinein fließt.

Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer haben das Kunstwerk geschaffen.

Das Kunstwerk konnte man in der Galerie in der Reithalle sehen.


 

Das Kunstwerk bestand aus Geräuschen und einem Film in einem dunklen Raum.

Das Bild zeigt einen Raum mit einer Holzdecke, beleuchtet durch blaue Lichter, mit einem beleuchteten rechteckigen Objekt im Vordergrund und Schattenfiguren an den Wänden.
Lex Rütten & Jana Kerima Stolzer | PONOR, 2025 © Hanna Neander

Der Film zeigte die Wege vom Wasser:

Zuerst fließt das Wasser unter der Erde.

Unter der Erde fließt das Wasser durch kleine Höhlen.

In den Höhlen leben kleine Tiere, zum Beispiel der Höhlen·käfer.

Dann kommt das Wasser bei den Quellen heraus.

Die Besucher:innen steigen wie durch ein Loch in die Erde.

Sie folgen dem Wasser.


 

Das Kunstwerk fragt:

  • Wo beginnt der Fluss Pader?
  • Wie sieht der Weg von der Pader unter der Erde aus?

Dieser Weg bleibt uns Menschen nämlich verborgen.


 

Lex Rütten und Jana Kerima Stolzer arbeiten zusammen in Dortmund.

Sophie Utikal: I want to lay down with you

Das Kunstwerk heißt: I want to lay down with you.

Auf Deutsch heißt das: Ich möchte mich zu dir legen.

Die Künstlerin Sophie Utikal hat das Kunstwerk geschaffen.


 

Das Kunstwerk bestand aus 3 Bildern auf Stoff.

Ein großformatiges Plakat aus Stoff mit einer abstrakten, wellenförmigen Figur in Blau-, Beige- und Grüntönen steht inmitten dichter Vegetation am Wasser. Die Figur scheint über das leuchtend blaue Hintergrundmotiv zu schweben, das den Himmel und Bäume reflektiert.
Sophie Utikal | I want to lay down with you, 2025 © Hanna Neander

Auf den 3 Bildern ging es um die Ruhe und das Ausruhen am Fluss.

Am Ufer von dem Fluss Pader können die Menschen heute ausruhen.

Zum Beispiel am Pader·see.

Früher wurde an diesen Orten hart gearbeitet.

Zum Beispiel in Wasser·mühlen.

Auf den Bildern sind Figuren, die sich ausruhen.


 

Das Kunstwerk fragt:

  • Was bedeutet Ausruhen für uns Menschen?
  • Was bedeutet Ausruhen für einen Fluss?


 

Die Künstlerin Sophie Utikal wurde 1987 in den USA geboren.

Sie arbeitet in Berlin.

Manfred Webel: be Pader, my friend

Das Kunstwerk heißt: be Pader, my friend.

Auf Deutsch heißt das: Sei Pader, mein Freund.

Der Künstler Manfred Webel hat das Kunstwerk geschaffen.


 

Das Kunstwerk besteht aus 5 Figuren aus Edelstahl.

Es beschäftigt sich mit der Quelle vom Fluss Pader mitten in der Stadt Paderborn.

In diesem Gebiet mit vielen Quellen sprudelt das Wasser mal stark und mal weniger stark.

Das Wasser blubbert und bewegt sich.

Eine von den Quellen heißt: Dielen·pader.

Die 5 Figuren sind neben der Quelle oder sogar in der Quelle.

Die Figuren sehen aus wie Wasser·blasen.

Metallisch glänzende Kugeln an und in der Dielenpader. Im Hintergrund der Paderborner Dom.
© Hanna Neander © Manfred Webel / VG Bild-Kunst, Bonn, 2025

Sie erinnern an das frische Wasser von der Quelle.


 

Das Kunstwerk fragt:

Wie nehmt ihr die Quellen wahr?


 

Der Künstler Manfred Webel wurde 1965 in Paderborn geboren.